Spielprinzip und Spielregeln
Wer „Magic: The Gathering“ spielen möchte, der sollte mit den Spielregeln vertraut sein. Aufgrund der Tatsache, dass das erfolgreiche Sammelkartenspiel – besonders für völlige Neueinsteiger – als äußerst komplex gilt, ist es zu empfehlen, sich das Spiel von einem erfahrenen Spieler gut erklären zu lassen. Dieser weiß über Spielfehler Bescheid und kennt vielleicht sogar wertvolle Tipps, die einem Neueinsteiger von Nöten sein könnten. Für weitere Unklarheiten kann auch das Grundregelbuch herangezogen werden.
In „Magic: The Gathering“ schlüpfen zwei oder mehr Spieler in die Rollen von such duellierenden Zauberern. Jeder Spieler hat dabei sein eigenes Kartendeck, mit dem er ein Spiel beginnt. Das Deck ist von jedem Spieler frei zusammenstellbar und sollte natürlich mit einer ausgewogenen Anzahl der unterschiedlichen Kartentypen hinsichtlich Charakterisik, Stärke, etc. gewählt werden. Was den Inhalt der Karten betrifft, so sei festgehalten, dass hierbei Weltenwanderer, Kreaturen, Zaubersprüche, Hexereien, Verzauberungen, Länder und Standardländer (Gebirge, Insel, Sumpf, Wald, Ebene) sowie Artefakte, d.h. Maschinen oder Gegenstände, unterschieden werden.
Jeder Spieler startet das „Magic: The Gathering“ – Duell mit genau 20 Lebenspunkten sowie, wie bereits erwähnt, einer individuell kombinierten Sammlung aus mindestens 60 Magic-Karten. Jeder Spieler mischt sein Deck und zieht aus diesem anschließend eine Hand aus genau sieben Karten. Die beiden restlichen Kartenstapel der Spieler werden als sogenannte „Bibliothek“ bezeichnet und vor den sich duellierenden „Zauberern“ verdeckt auf den Tisch gelegt.
Das Ziel des Spiels „Magic: The Gathering“ besteht darin, durch einen besonders klugen, taktisch perfekten sowie geschickten Einsatz seiner eigenen Karten, den gegnerischen Spieler auf null Lebenspunkte zu bringen. Weitere Möglichkeiten, das Spiel für sich zu entscheiden, sind, die Bibliothek des anderen Zauberers auf null Karten zu reduzieren, zehn „Giftmarken auf ihn zu legen“, ihn durch erstklassige Kartenkombinationen bzw. einem allgemein besseren Kartendeck zu Fall zu bringen. Tatsache ist jedoch, dass die Reduktion der gegnerischen Lebenspunkte die mit Abstand am häufigsten gespielte sowie generell beliebteste Methode darstellt.
Die wichtigste Ressource im Sammelkartenspiel „Magic: The Gathering“ ist das sogenannte „Mana“. Dabei handelt es sich um die ausgespielten Länder (Gebirge, Insel, Sumpf, Wald, Ebene), mit denen die Kosten, d.h. die Manakosten, anderer Aktionen bezahlt werden. Will man beispielsweise eine Kreatur „erbauen“ – also ins Spiel bringen – so müssen dafür Manakosten in einer bestimmten Höhe bezahlt werden. Die Kosten für Kreaturen, Verzauberungen, Hexereien, etc. sind jeweils am oberen rechten Rand einer jeden Magic-Karte angeführt. Die meisten Zaubersprüche benötigen Mana in einer von insgesamt fünf Farben (weiß, blau, rot, schwarz, grün). Befinden sich auf der Karte einer Hexerei zwei rote Symbole des Gebirges sowie die Zahl 3, so bedeutet dies, dass für die Ausführung dieser Aktion zwei rote Mana, also zwei Gebirge, sowie drei weitere Mana, die sich der Spieler selbst aussuchen kann, erforderlich sind. Jeder Spieler darf pro Zug nur ein Land, also ein Mana, ins Spiel bringen. Aus diesem Grund ist der stets richtige Einsatz des vorhandenen Manas eine der zentralsten und generell wichtigsten Überlegungen im Rahmen des kompletten Spiels.
Neben den Manas sind die Kreaturen die zweitwichtigsten Karten bei „Magic: The Gathering“. Diese müssen vorerst mit den dafür erforderlichen Manakosten ins Spiel gerufen werden. Sofern auf der jeweiligen Magic-Karte der Kreaturen nicht anders angegeben, können diese erst in der zweiten Runde den Gegner angreifen und ihm Schaden zufügen. Hat der Gegner ebenso Kreaturen im Spiel, so können diese die angreifenden Kreaturen des anderen Zauberers „blocken“. In diesem Fall nimmt die blockende Kreatur Schaden, fügt der geblockten Kreatur ebenso Schaden zu und verhindert gleichzeitig, dass der angegriffene Spieler Schaden erleidet. Somit werden keine Lebenspunkte abgezogen – außer die Kreatur des Gegenspielers ist „getappt“, d.h. gerade in einem aktiven Status, weil sie zuvor einen Angriff ausgeübt hat, und kann folglich nicht blocken.
Die Spieler bei „Magic: The Gathering“ können ihre Decks aus den ihnen zur Verfügung stehenden eigenen Karten bauen. Tatsache ist, dass die individuelle und geschickte Konstruktion des eigenen Decks eine taktische Herausforderung für jeden Spieler darstellt. Ein besonders gutes Deck zeichnet sich dadurch aus, dass die darin enthaltenen Karten optimal miteinander kombinierbar sind und vor allem perfekt miteinander harmonieren. Die Karten, d.h. Hexereien, Verzauberungen, Kreaturen, Artefakte etc., müssen hinsichtlich ihrer jeweiligen Manakosten aufeinander abgestimmt werden. In diesem Sinne ist jeder Spieler gezwungen, ein passendes Verhältnis von Manas / Ländern zu den restlichen inhaltlichen Karten zu finden.